Synthesizing Realities

Es braucht keinen Konsens, um zu neuen Erkenntnissen zu gelangen.

Im Gegenteil: Meist sind es die unterschiedlichen Blickwinkel, die uns wirklich weiterbringen.


Ein starkes Beispiel dafür ist die Ausstellung „Synthesizing Realities“ von Vanessa Amoah Opoku, die am 18.9. in der ifa-Galerie in Stuttgart eröffnet wurde. Wir haben das Projekt gefördert, weil es zeigt, was passiert, wenn Künstlerin und Kunstkritikerin in einen gemeinsamen, ergebnisoffenen Dialog treten. Vanessa Amoah Opoku und June Drevet haben ihre Perspektiven nicht harmonisiert, sondern die Zwischentöne wirken lassen.

Genau das verstehen wir unter konstruktivem Dissens: Das Zuhören ohne den Anspruch auf sofortige Einigkeit. Im Rahmen unseres Schwerpunkts „Being Human in the Age of AI“ ist diese Eigenschaft essenziell: Wo Algorithmen auf das Glätten von Widersprüchen getrimmt sind, besitzt der Mensch die Fähigkeit, Spannungsfelder auszuhalten und durch sie zu lerne

Vielen Dank an die Jürgen Ponto-Stiftung, AICA Deutschland und die ifa-Galerie für die gute Partnerschaft – und danke an die beiden Akteurinnen für diesen wichtigen Impuls.

👉 Wie erlebst du das in deinem Arbeitsumfeld: Bringt uns Harmonie weiter oder die produktive Reibung?

Foto: (c) kata agorein, darauf zu sehen ein Kunstwerk von Vanessa Amoah Opoku.

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