KI Papst

„Die Verwendung des Wortes ‚Intelligenz‘ in Bezug auf KI ist irreführend.“ 

Diesen Satz hat kein Technikskeptiker geschrieben. Er steht in „Antiqua et nova“, einer Note des Vatikans, aus dem Jahr 2025.   Papst Leo XIV knüpft in „Magnifica Humanitas“ daran an, wenn er im KI‑Zeitalter dazu aufruft „zutiefst menschlich zu bleiben“. Beide berühren einen Punkt, den Wissenschaft und Politik oft umschiffen: 

Die übergreifende These ist, dass KI kein Pendant zur menschlichen Intelligenz ist. Sondern ein Produkt davon, durch den Menschen geschaffen. Menschliche Intelligenz ist verkörpert, relational, auf Wahrheit ausgerichtet. Sie entsteht durch Geschichte, Erfahrung, Beziehung und Gewissen. Urteilsvermögen, Empathie, moralische Intuition sind Fähigkeiten, die sich nicht in Datensätzen trainieren lassen, weil sie aus Erfahrung, Beziehung und Einstellung entstehen. 

Eine Maschine führt aus und optimiert. Ihre Ergebnisse beruhen allein auf einer Wahrscheinlichkeitsrechnung. Sie fühlt nicht. 

Der Vatikan mahnt somit einen „digitalen Reduktionismus“ an: die schleichende Gewöhnung, nur noch das für real zu halten, was sich berechnen lässt. 

Das ist keine theologische Warnung.  
Es führt zu einer zivilisatorischen Frage, die längst überfällig ist. 

Was macht Menschsein eigentlich aus? Und wo tritt es in den Schatten „intelligenter“ Maschinen? Diese Klärung ist keine Aufgabe für Ethikkommissionen am Rand des Diskurses. Sie gehört in die Mitte von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft und sollte von dort aus diskutiert werden. 

Hier wollen wir sie platzieren und den Diskurs gemeinsam mit euch anstoßen. 
 
Wo seht ihr die Grenzen von KI und das Ureigenste des Menschen?  

Bild: Flux
 

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